Finlande
Finnland
Zwischen dem 60. und 70. Breitengrad liegend zählt Finnland zu den nördlichsten Ländern der Erde. Mit einer Fläche von 338.144,53 km² ist das Land etwas kleiner als Deutschland und ein Drittel Finnlands liegt nördlich des Polarkreises. Die längste Staatsgrenze von 1.269 km ist zu Russland im Osten, im Norden verläuft die Grenze über 716 km zu Norwegen. Im Nordwesten bilden die Flüsse Könkämäeno, Muonionjoki und Tornionjoki die 536 km lange Grenze zu Schweden. Dank ihres Seenreichtums wird Finnland auch das „Land der tausend Seen“ genannt. Die Hauptstadt der parlamentarischen Republik Finnland ist Helsinki und im Land werden zwei offizielle Amtssprachen gesprochen: Schwedisch und Finnisch. Seit 1995 ist Finnland Mitglied der Europäischen Union. Das Land ist dünn besiedelt - in ihrer Hauptstadt leben und arbeiten ca. 600.000 Menschen. Die Stadt Helsinki ist nicht nur das kulturelle Zentrum Finnlands, sondern das politische, wirtschaftliche, geistige und wissenschaftliche. Menschen aus aller Welt landen unter anderem auf den Flughäfen Helsinki-Vantaa, Oulu, Turku oder Kuopio. Die Schönheit des Landes ist mit wenigen Worten nicht zu beschreiben. Für den Handel mit Russland ist die Küstenschifffahrt von großer Bedeutung und über den Saimaakanal auch die Binnenschifffahrt. Durch natürliche und künstliche Wasserstraßen sind die größten Seen miteinander verbunden, sodass die Binnenschifffahrt weit im Landesinneren abgelegene Orte erreicht. In der Landwirtschaft und den Folgeindustrien sind rund 300.000 Menschen beschäftigt. Nicht mehr als 6,5 % der Landesfläche können aufgrund der ungünstigen klimatischen Bedingungen landwirtschaftlich genutzt werden. Der Anbau von Gerste, Weizen und Hafer sowie die Schweinemast dominieren in den süd- und westlichen Regionen des Landes. Industriezweige in Finnland sind: Papiermühlen, Baumwollspinnereien und Eisenhütten seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Heute sind wichtige Industriezweige die Elektroindustrie, Maschinen- und Fahrzeugbau und der Schiffbau sowie die Petrochemie. Nach wie vor spielt die Holz verarbeitende Industrie in Finnland eine große Rolle.
Kalte Winter regieren in dem Land
Beliebt bei den Touristen ist die Provinz Uusimaa mit der Region Helsinki. Auch Lappland wird im Winter gerne besucht und andere ziehen eines der vielen Wintersportzentren wie Ruka, Levi oder Ylläs vor. Die finnische Küche stellt sich als einfache Volksküche dar und hat in Westfinnland viele Einflüsse der schwedischen Küche, im Osten wird sie stärker von der russischen Küche beeinflusst. Bekannt sind in ganz Finnland die „Karelischen Piroggen“. An Feiertagen gibt es in Finnland den berühmt-berüchtigten mämmi (eine Art Malzpudding) und donnerstags ist es üblich Erbsensuppe und anschließend Eierkuchen zu essen. Außer Rind und Schwein kommt Rentierfleisch und eine äußerst seltene Delikatesse, das Bärenfleisch auf den Tisch. Fisch wie Lachs, Muräne, Hering und Flusskrebse werden in Finnland viel und gerne verzehrt.